Donnerstag, 30. November 2017

Blasphemische Kunst im entchristlichten Belgien



Die "Heilige Kuh" am Kreuz als Christus-Ersatz.

Wie postmoderne Installationskunst Blasphemie immer salonfähiger macht. 




Hercks "Heilige Kuh".
Eines von vielen Beispielen für die falsche Überhöhung des Tiers zur Person.


Es war einmal das Bestreben in der Kunst, sich nach den Idealen des "Schönen, Wahren und Guten" auszurichten. Das ist lange her. Spätestens seit Marcel Duchamps "Fontäne" von 1917 - einem weißen Urinal, das am Beckenrand einen Schriftzug in schwarzer Lackfarbe trägt -, bedeutet moderne Kunst, dass das Hässliche, Profane und auch das Böse zu Leitprinzipien des Künstlers in der Darstellung geworden sind.
 
Ein Beispiel dafür ist der 1984 geborene Belgier Tom Herck. Er selbst bezeichnet sich als "Künstler" aus der "nicht autorisierten Graffiti-Kultur". Als eher stereotyper Rebell inszeniert er sich auf seiner Homepage, wenn er seine offen zur Schau gestellte Brust zeigt. Darauf prangen übergroße, aber aufschlussreiche Tätowierungen und drücken wohl so etwas wie die Privatreligion Hercks aus: Das Zentrum bei den Hautbemalungen bilden drei ineinander verschachtelte Symbole. Sie weisen auf eine gnostische, vielleicht auch auf eine satanische Bedeutung hin: etwa das Dreieck, das mit der Spitze nach unten zeigt und in dieser Aufmachung das Element Wasser versinnbildlichen soll; oder die Acht, die in ihrer schlaufenartigen Windung an die sich in den Schwanz beißende Schlange gemahnt. Um diese Symbole herumgruppiert sind, wie Wächter, zwei Rabenkrähen. Sie rufen in Anzahl und Ausgestaltung die Assoziation der beiden Odinsraben "Hugin" und Munin" aus der heidnischen Germanenmythologie wach. Oberhalb dieser Szenerie steht in ausgreifenden Lettern der Schriftzug "Memento mori" ("Bedenke, dass du sterben musst") - "Herck" unterhalb davon in Großbuchstaben. 
Der Teufel steckt im Detail künstlerischer Selbstinszenierung - Tom Herck. 
Seit Anfang November nun stellt Herck in der Dorfkirche von Kuttekoven bei Borgloon eine Installation aus. Die Kirche in dem ostbelgischen Dorf ist zwar aufgelassen, aber noch nicht profaniert. Und Hercks Installation hat es in sich: Es handelt sich um eine ans Kreuz genagelte Kuh. Davor befindet sich ein Bassin, das mit Milch aufgefüllt ist. Herck nennt sein Werk, einen in weißem Silikon getränkten Rinderkadaver, "Heilige Kuh". Damit legt er es wohl bewusst auf die Provokation an, "heilige Kühe zu schlachten". Auffällig ist allerdings, dass Künstler mit gesellschaftskritischem Anspruch wie Herck stets Kirchen, nie Moscheen für solche Aktionen auswählen. Eine behördliche Genehmigung für seine Aktion soll vorliegen.
 
Friedlicher Protest vor der Kirche gegen die blasphemische Kunstaktion. 
 
Dass es noch Katholiken gibt, die dagegen demonstrieren, ist ein gutes Zeichen. Sie sind darüber zurecht aufgebracht und sehen sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt. Sie bezeichnen die Aktion als "satanisch und geschmacklos". Ferner ist aus den Reihen des belgischen Katholiken-Forums Kritik laut geworden - auch am Bistum Hasselt, das Hercks Kunstwerk zwar als "unwürdig" tituliert, aber von einem Einschreiten bislang abgesehen hat. Herck derweil fühlt sich missverstanden. Er habe mit seinem anstößigen Werk nur auf die Verschwendung von Lebensmitteln aufmerksam machen wollen. Allerdings lässt Tom Herck gegenüber der liberalen Zeitung "Het Laatste Nieuws" verlauten, er sei sich sehr wohl darüber bewusst, dass seine Arbeit "Spannungsfelder auftut". Auf seiner Homepage heißt es dazu weniger vage, aber dafür in hochtrabender Soziologensprache: "Tom stellt die gesellschaftliche Rolle von Religion und (sozialen) Medien vor dem Hintergrund einer enttraditionalisierten und hoch individualisierten Gesellschaft in Frage."
 
Bei modernen Künstlern, so auch bei Herck, wird die Sakralität der Religion und der schöpferische Humus der Tradition allzu oft durch ein fragwürdiges Ideal der Aufklärung als neue Leitlinie ersetzt. Dabei geht es vor allem ums Schockieren und Skandalisieren. Das Spiel aus Provokation, Aufmerk-samkeitsgewinn und der Gefahr heftiger Gegenreaktionen ist gutes Marketing für den Künstler und seine Kunstprodukte, die zu diesem Zweck oft politisch aufgeladen werden. Noch wirkungsvoller lässt dieser Gewinn sich ausschlachten, wenn moderne Opferkulte (etwa Minderheiten-, Tier- und Klimaschutz) damit verknüpft werden. Aber am wirkungsvollsten ist es, wenn der Künstler selbst sich als Opfer inszenieren kann, denn so wird das Ganze noch mit der Aura persönlicher Authentizität aufgeladen.  Es verwundert daher nicht, dass Tom Herck Sätze wie "Jemand hat mir gesagt, man hätte lieber mich gekreuzigt als die Kuh" als ernstgemeinte Todesdrohung interpretiert. Herck könne die ganze Aufregung nicht nachvollziehen, denn bei der Kuh handele es sich um ein totes Tier, "das genausogut auf einem Teller hätte landen können – das ist doch absurd."
 
Noch absurder muss für Herck dann wohl die Äußerung des Bürgermeisters von Borgloon klingen. Der sieht einen Zusammenhang zwischen der versuchten Brandstiftung an einer Kirche in der Nähe, die glücklicherweise rechtzeitig unterbunden werden konnte, und dem Kunstwerk. Es liegt nahe, dass die Ehrfurcht vor sakralen Räumen auf fatale Weise abnimmt, wenn eine gekreuzigte Kuh in einer Kirche die Grundaussage des Christentums in blasphemische Lächerlichkeit zieht - den Kreuzestod Jesu Christi stellvertretend für die menschliche Erlösung aus dem Leid.

Dienstag, 1. August 2017

Hl. Petrus Julianus Eymard - Apostel der Eucharistischen Anbetung

* 4. Februar 1811 in La Mure-d'Isère, Frankreich
+ 1. August 1868 in La Mure-d'Isère

Petrus Julianus Eymard, der am 4. Februar 1811 in La Mure-d'Isère in der Nähe von Grenoble zur Welt gekommen war und 1834 die Priesterweihe empfangen hatte, gründete 1856 in Paris die Ordensgemeinschaft der Eucharistiner (SSS). Die Kongregation machte es sich zur Aufgabe, die Verehrung der heiligen Eucharistie zu fördern. Im Laufe der folgenden Jahre bis zu seinem Tod am 1. August 1868 rief Eymard auch noch die Kongregation der „Dienerinnen des allerheiligsten Altarssakramentes“ sowie eine Priesterbruderschaft und eine Laienvereinigung ins Leben. Zuvor war Eymard bereits Provinzial des Maristenordens in Lyon gewesen, hatte die Gemeinschaft jedoch wieder verlassen.

Der Leichnam von Petrus Julianus Eymard wurde knapp zehn Jahre nach der Beisetzung unversehrt aufgefunden und in die Corpus-Christi-Kirche in Paris übertragen. Papst Johannes XXIII. Sprach den tatkräftigen Priester und Ordensgründer am 9. Dezember 1962 heilig.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber . Schindler – Pattloch-Verlag

Donnerstag, 22. Juni 2017

23. Juni 2017: Fest des Allerheiligsten Herzens Jesu


 
(Am Freitag nach der Oktav des Fronleichnamsfestes)

Heute verehrt die Kirche das Heiligste Herz unseres Erlösers, den Sitz und das Sinnbild seiner Liebe und Erbarmung, die er im Tode bekundet. Weit steht es offen für alle. Aber wie es einst auf Erden „Schmach und Elend“ erdulden musste, so verachten auch heute viele seine Liebe und kränken und verwunden es durch ihre Sünden. Wir wollen ihm in treuer und hingebender Gefolgschaft seine Wohltaten vergelten und unser Leben nach seinem Beispiel formen. Im heiligen Messopfer wollen wir von ihm lernen und aus seinen Gnadenquellen schöpfen, um dann seine Herolde im Heidentum unserer Zeit zu sein.


„Nehmt Mein Joch auf euch und lernt von Mir, denn Ich bin sanft und demütig von Herzen; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen.“ (Mt 11,29)


(Aus „Das große Volksmessbuch für alle Tage des Kirchenjahres“, Hgb. Abtei Maria Laach, 1932)

Freitag, 26. Mai 2017

Novene zum hl. Bonifatius (5.6.) zur katholischen Erneuerung Deutschlands: vom 27.5. bis 4.6.

Am 05. Juni gedenkt die Kirche des hl. Bonifatius, Bischof, Martyrer, Apostel der Deutschen. Deshalb möchte ich morgen, am Freitag, eine Novene beginnen - zur katholischen Erneuerung Deutschlands! Wer möchte darf sich gerne anschließen.

Diakon Roland

V: Apostel der Deutschen, heiliger Bonifatius! In kraftvollem Wirken hast du den Stämmen unseres Volkes den christlichen Glauben gebracht.

A: Hilf uns, das heilige Erbe zu wahren.

V: Heiliger Bonifatius! Du hast in die Nacht des Heidentums das leuchtende Licht der Frohbotschaft getragen.

A: Hilf uns, Christus und seiner Kirche die Treue zu halten, und lass unser Volk nicht zurückfallen in ein zweites Heidentum.

V: Heiliger Bonifatius! Du hast die Kirche Deutschlands in Treue mit dem Stellvertreter Christi auf Erden verbunden.

A: Stärke uns in der Treue zum Nachfolger des heiligen Petrus.

V: Heiliger Bonifatius! Du hast die Kirche Deutschlands geordnet, hast Bistümer gegründet und Oberhirten eingesetzt, für das Volk Gottes zu sorgen.

A: Erbitte unseren Bischöfen Erleuchtung und Kraft, damit sie das Werk des Glaubens fortführen und verteidigen. Dem christlichen Volke aber erbitte freudige Ergebenheit gegen seine Oberhirten, besonders für die Zeiten des Kampfes und der Entscheidung.

V: Heiliger Bonifatius! Du hast in deutschen Landen Klöster gegründet als heilige Gottesburgen des Glaubens und der Kirche.

A: Segne die deutschen Klöster und Ordenshäuser, lass sie wachsen nach innen und nach außen und schütze sie gegen die Angriffe ihrer Feinde.

V: Heiliger Bonifatius! Du hast das Licht des Glaubens mitten hineingetragen in Unglauben und Aberglauben; stets waren die Christen deine besondere Sorge, die in heidnischer Umwelt leben mussten. Auch heute müssen viele unserer Brüder ihren Glauben wahren inmitten von Unglauben, Irrglauben und Gotteshass.

A: Komm ihnen zu Hilfe, die in der Zerstreuung leben, die deinem Schutze besonders anempfohlen sind! Hilf ihnen das heilige Erbe zu wahren, hilf ihnen treu nach ihrem Glauben zu leben, für ihren Glauben zu kämpfen und Opfer zubringen.

V: Heiliger Bonifatius! Du hast für den Glauben unseres Volkes in heiliger Bereitschaft und Freude selbst dein Leben hingegeben.

A: Erflehe auch uns diesen heiligen christlichen Starkmut, dass wir lieber bereit sind zu sterben, als das Erbe unserer Väter, den heiligen katholischen Glauben zu verleugnen.

V: Heiliger Bonifatius! Lass uns eingedenk sein der großen christlichen Geschichte des Reiches der Deutschen, der großen Gnaden, die der Herr gerade unserem Volke geschenkt hat!

A: Hilf uns, das heilige Erbe unseres Glaubens zu bewahren.

V: Bitte für uns heiliger Bonifatius,

A: auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

V: Lasset uns beten. O Gott, Du hast durch den Eifer Deines heiligen Märtyrers und Bischofs Bonifatius zahlreiche Völker zur Erkenntnis Deines Namens huldvoll berufen. Laß uns die Macht seiner Fürbitte erfahren! Durch Christus, unsern Herrn. Amen