Samstag, 25. Februar 2017

Gregor XVI.: Erneuerung der Kirche um Bestand zu sichern ist widersinnig

Papst Gregor XVI. Foto: Gemeinfrei, Wikimedia Commons
Bedienen Wir Uns der Worte der Väter des Konzils von Trient, die besagen, daß die Kirche von Jesus Christus und Seinen Aposteln unterrichtet und vom Heiligen Geist ohne Unterlaß belehrt wird, der sie in alle Wahrheiten einführt. Deshalb wäre es völlig widersinnig und für die Kirche höchst beleidigend, von einer Erneuerung und Widerbelebung zu sprechen, die notwendig wäre, um ihren Bestand und ihr Wachstum zu sichern, als ob man glauben würde, sie sei dem Untergang, der Verdunkelung oder anderen Mängeln dieser Art ausgesetzt. Die Erneuerer legen mit solchen Bestrebungen die Grundlagen zu neuen, rein menschlichen Einrichtungen und versuchen zu erreichen, was Cyprian immer verabscheut hat, und zwar die Kirche, die eine göttliche Angelegenheit ist, zu einer menschlichen Sache werden zu lassen. Die eine solche Richtung planen, mögen erwägen, daß dem Römischen Papst alleine die Verordnungen der Regeln der Kirche zustehen, so wie es der heilige Papst Leo bezeugt. Ihm alleine, und nicht einem beliebigen Menschen, ist es gegeben, über die Regeln der väterlichen Einrichtungen zu beschließen. Der heilige Papst Gelasius schreibt, die Verordnungen des Kirchenrechtes abzuwägen und die Vorschriften anzupassen, damit das, was die Notwendigkeit der Zeit für die Wiederherstellung der Kirchen zu beseitigen drängt, nach reiflicher Überlegung gemildert werde.

Quelle. Enzyklika »Mirari vos« vom 15. August 1832 (über Äußerungen zu den Verwirrungen in Kirche und Staat)

Papst Gregor XVI.: Maria besiegt alle Irrtümer

Laßt uns Augen und Hände zur Allerseligsten Jungfrau Maria erheben, damit durch sie alles zum verheißenen und glücklichen Ziel gelange. Sie alleine ist die Siegerin über alle Irrtümer, unsere größte Zuflucht und der wahre Grund unserer Hoffnung. Erwirke sie uns durch ihre Fürbitte während diesen Zeiten der großen Not, in der sich die Herde des Herrn befindet, Unsere Bestrebungen, Planungen und Handlungen zum besten Erfolg zu führen. Erheben Wir unser demütiges Gebet auch zum Apostelfürsten Petrus und seinem Mitapostel Paulus. Erflehen Wir von ihnen, daß Ihr alle gleichsam einer Schutzmauer gegen den Feind stehen möget, damit kein anderer Grund gelegt werde, als der, welcher bereits gelegt ist. Gestützt auf diese freudige Hoffnung, vertrauen Wir darauf, daß uns der Urheber und Vollender des Glaubens, Jesus Christus, uns allen schließlich seinen Trost inmitten aller dieser Trübsale, die uns heimgesucht haben, schenken wird.

Quelle. Enzyklika »Mirari vos« vom 15. August 1832 (über Äußerungen zu den Verwirrungen in Kirche und Staat)

Donnerstag, 16. Februar 2017

Münsterland: Erneuter Vandalismus gegen Heiligenfiguren und Bildstöcke

Gemeinsame Pressemitteilung der Polizei Coesfeld und Münster:

Unbekannte griffen mit spitzen Werkzeugen in der Zeit zwischen Mittwoch, dem 11.1., und Mittwoch, dem 14.2.2017 Heiligenfiguren, Grabsteine und Bildstöcke in Senden und Lüdinghausen an.  nepomuk

Die Täter schlugen jeweils mit einem spitzen Gegenstand die Nasen der Bildnisse ab. Dabei handelt es sich um zwei Statuen privater Grabstätten des Friedhofs am Spitalweg in Senden. In Lüdinghausen beschädigten die Täter den heiligen Nepomuk an der Klosterstraße, den heiligen Johannes an der Steverstraße und einen privaten Bildstock am Erbdrostenweg Ecke Hinterm Hagen.

Wie auch bei den vorangegangenen Taten, fiel es den Besitzern der Heiligenfiguren schwer, den genauen Zeitraum der Beschädigung einzugrenzen. Viele Defekte wurden erst Wochen oder Monate nach den Taten festgestellt.

Die Polizei bittet nun alle Besitzer und Besucher von bislang unbeschädigten Heiligenbildnissen im Kreis Coesfeld täglich auf Ihre Statuen, Figuren und Bildstöcke zu achten um die Tatzeiten neuer Angriffe genau eingrenzen zu können.

Hinweise auf die Täter nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0251 275-0 entgegen.

Quelle (Text/Foto): http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11187/3561549

Dienstag, 7. Februar 2017

Leo XIII.: Jesus hat die Kirche eingesetzt als Stellvertreterin seines Amtes

Papst Leo XIII. Foto: Wikimedia Commons gemeinfrei
Als Christus den Auftrag, den der Vater ihm gegeben, zu erfüllen begann, hat er alsbald allen Dingen eine neue Form und Gestalt verliehen. Die Wunden, die aus der Sünde des Vaters des Menschengeschlechts entstanden sind, hat er geheilt; alle Menschen, von Natur Kinder des Zornes, hat er in Gnade mit Gott versöhnt; die durch dauerndes Herumirren Ermüdeten hat er zum Licht der Wahrheit geleitet; die befleckt waren durch die Sünde, hat er zu tugendhaftem Leben erneuert; und denen, welche das Erbe der ewigen Seligkeit wieder erlangt haben, hat er die sichere Hoffnung gegeben, dass auch ihr Leib, sterblich und hinfällig, dereinst unsterblicher himmlischer Herrlichkeit teilhaftig sein werde. Um aber solche besondere Wohltaten so lange auf Erden zu erhalten, als Menschen darauf leben, hat er die Kirche als Stellvertreterin seines Amtes eingesetzt und hat ihr in Sorge für die Zukunft befohlen, zu ordnen, was in der menschlichen Gesellschaft störend wirkt, und zu erneuern, was in Verfall geraten ist.

Enzyklika Arcanum divinae sapientiae von Papst Leo XIII., 10. Februar 1880

Freitag, 3. Februar 2017

Bistum Chur verbietet Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene

Bischof Vitus Huonder. Foto: Bistum Chur
Bischof Vitus Huonder von Chur hat ein Wort zum Nachsynodalen Apostolischen Schreiben "Amoris Laetitia" veröffentlicht. Der Text verbietet in der Nummer 7 die Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene und verlangt in Nr. 8 von Wiederverheirateten ein Zusammenleben wie Geschwister.

Die beiden Stellen lauten:

7. Der Empfang der heiligen Kommunion der zivil wiederverheirateten Geschiedenen darf nicht dem subjektiven Entscheid überlassen werden. Man muss sich auf objektive Gegebenheiten stützen können (auf die Vorgaben der Kirche für den Empfang der heiligen Kommunion). Im Falle von zivil wiederverheirateten Geschiedenen ist die Achtung vor dem bestehenden Eheband ausschlaggebend.

8. Wird bei einem Gespräch (bei einer Beichte) die Absolution eines zivil wiederverheirateten Geschiedenen erbeten, muss feststehen, dass diese Person bereit ist, die Vorgaben von Familiaris consortio 84 anzunehmen (JOHANNES PAUL II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio vom 12. November 1981). Das heißt: Können die beiden Partner aus ernsthaften Gründen … der Verpflichtung zur Trennung nicht nachkommen (vgl. AL 298), sind sie gehalten, wie Bruder und Schwester miteinander zu leben. Diese Regelung gilt nach wie vor schon deshalb, weil das neue Apostolische Schreiben Amoris Laetitia ausdrücklich keine „neue gesetzliche Regelung kanonischer Art“ vorsieht (vgl. AL 300). Der Pönitent wird den festen Willen bezeugen müssen, in Achtung vor dem Eheband der „ersten“ Ehe leben zu wollen.

Zum ganzen Text: http://www.bistum-chur.ch/infoblatt/die-heiligkeit-des-ehebandes-wort-zum-nachsynodalen-apostolischen-schreiben-amoris-laetitia/