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Gottfried von Cappenberg - vom Kämpfer für das weltliche Reich zum Kämpfer Christi!


Gottfried von Cappenberg, geboren 1096 oder 1097 im westfälischen Cappenberg, gestorben am 13. Januar 1127 in Ilbenstadt in der Wetterau, wird bis heute im Prämonstratenserorden verehrt. Er gehört zu den nichtkanonisierten Heiligen. An seinem Todestag wird seiner vor allem im Bistum Münster und unter den Prämonstratensern gedacht.
Gottfried gehörte zur Herrschaftselite des mittelalterlichen Deutschland. Er war mit den Kaisergeschlechtern der Salier und Staufer versippt und besaß ausgedehnte Herrschaften vor allem in Westfalen, aber auch in der Wetterau und in Schwaben.
Als er Ende 1120 zusammen mit dem sächsischen Herzog Lothar gegen Münster zog, um den papsttreuen Bischof Dietrich II. wieder einzusetzen und damit romtreu für das katholische Dogma kämpfte, geschah ein Unglück: Der Münsteraner Dom brannte ab. Gottfried persönlich wurden diese Gräuel von seinen Gegnern zur Last gelegt. Sie trachteten danach, Gottfried mit einer Reichsacht zu belegen. Dies hätte die völlige Rechtlosigkeit von Gottfried und die Konfiszierung seines gesamten Besitzes zur Folge haben können. Er entschied sich zu einem radikalen Schritt: Anstatt abzuwarten und auf eine Abwendung der Reichsacht zu hoffen, entsagte er dem weltlichen Leben ganz und vermachte seine Burg Cappenberg samt Ländereien dem Prämonstratenserorden, der dort sein erstes Kloster auf deutschem Boden errichtete. Gottfried selbst und mit ihm seine ganze Familie traten dem Orden bei.
Für Gottfried vorausgegangen war im November 1121 eine Art "Damaskus"-Erlebnis: Im Rahmen einer Pilgerreise hörte er den hl. Norbert von Xanten in Köln predigen und war davon so tief beeindruckt, dass er dem Gründer der Prämonstratenser nicht nur Cappenberg, sondern bald auch andere Herrschaften übergab: Ilbenstadt in der Wetterau und Varlar im Münsterland.
Gottfrieds Entscheidung, sich vom Kampfe für weltliche Belange abzuwenden und diesen Kampf auf geistlichem Gebiet fortzuführen, sollte jedem ein Ansporn sein, dem das Seelenheil am Ende wichtiger ist als der schnöde Mammon. So wurde mit Gottfried aus einem einflussreichen Gefolgsmann deutscher Könige und Kaiser zuletzt ein "miles Christi", ein "Soldat Gottes".
 


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